In der Hauptstadt Dänemarks liegt der am meisten befahrene Radweg der Welt. Bis zu 40.000 Radfahrer sind täglich auf dem Radweg an der Nørrebrograde, der Haupteinkaufsstraße eines Kopenhagener Stadtteils unterwegs. Doch woran liegt das? In der Metropolregion Kopenhagen lebt ungefähr ein Viertel der dänischen Bevölkerung. Autos sind in Dänemark durch hohe Abgaben und Steuern ein teures Vergnügen und man kommt in Kopenhagen durch die auf die Bedürfnisse der Radfahrer abgestimmten Infrastruktur mit dem Rad schneller ans Ziel.

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat die Stadt 50 Millionen Euro in die Fahrradinfrastruktur investiert: Bicycle Superhighways und Fahrradbrücken sorgen für mehr Komfort und Sicherheit. Von diesen Investitionen profitieren die Dänen langfristig: Inzwischen gibt es in der Stadt mehr Fahrräder als Einwohner. Fahrradfahrer werden zudem seltener krank und produzieren so geringere Kosten im

Gesundheitssystem und verursachen im Gegensatz zum Auto eine geringere Umweltverschmutzung.

In der Fahrradhauptstadt sind Fahrradwege in der Regel als Einbahnstraßen angelegt, das heißt, es gibt Radspuren für jede Fahrtrichtung auf der jeweiligen Seite der Straße. Fahrradspuren haben gegenüber den Autofahrbahnen Priorität bei der Schneeräumung und Radweg-Beauftragte kümmern sich um die Instandhaltung der Fahrstreifen, so dass Löcher und Unebenheiten schnell beseitigt werden. In Zusammenarbeit mit umliegenden Kommunen wurden bereits existierende lokale Radwege zu einem insgesamt 400 Kilometer langen Netz aus Radschnellwegen rund um die Innenstadt umgebaut.

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