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Ausgabe 54 PANORAMA

EMS – Ein elektrisierendes Thema

Motorola Dynatec veröffentlicht das erste Handy. 4000 Euro und man konnte bereits eine halbe Stunde am Stück telefonieren!  Danach nur zehn Stunden Ladezeit.

Vor knapp 30 Jahren wurde wahrscheinlich so das erste Handy verkauft. Es legte den Grundstein für ein Produkt, vom dem heute fast jeder ein Exemplar besitzt. Ob Android oder IOS, Samsung oder Apple, zum Telefonieren oder zum Spielen, kaum einer kommt heute ohne sein Handy aus. Früher klobig und mit kleinem Bildschirm und vielen Tasten, heute genau andersherum. Doch trotz der Veränderungen, die sich durch die Verbesserung der Smartphones ergeben haben, benötigen alle Radiowellen. Diese sind eine Art von elektromagnetischer Strahlung, auch elektromagnetische Welle genannt. Man kennt sie aus vielen bekannten Filmen, so zum Beispiel aus der „Avenger“-Filmreihe, in der Hulk durch Einwirkung von Gammastrahlung sein etwas spezielles Äußeres erhält. Neben den Radiowellen gibt es Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht, Röntgenstrahlung und Gammastrahlung. Und ja, du hast gerade richtig gelesen, Licht ist ebenfalls eine elektromagnetische Welle.

Das Problem? Nicht nur Smartphones und Telefone benötigen sie! Fast jede der heutigen fortschrittlichen Technologien wie zum Beispiel Router oder Haushaltsgeräte arbeiten mit ihnen und kommunizieren zum Beispiel über diese. Abgesehen davon strahlt alles und jeder im Universum eine bestimmte Menge elektronischer Strahlung ab. Diese ist aber natürlich und harmlos. Sehr kurzwellige Strahlung dagegen nicht. Bestimmte elektromagnetische Wellen wie zum Beispiel Röntgenstrahlung, UV-Licht und Gammastrahlung, sind nämlich in der Lage, Atomen ihre Elektronen zu entreißen. Dies kann zu Erbgutschäden oder Verbrennungen führen.

Insgesamt können bestimmte elektromagnetisch Strahlungen ab einem bestimmten Schwellenwert Muskeln stimulieren und Moleküle zum Vibrieren bringen. Eine Mikrowelle nutzt dies aus, um die Wassermoleküle in unserem Essen in Bewegen zu bringen, und erwärmt es dadurch. Das gleiche passiert, wenn man am Strand sitzt, nur dass hier durch die Sonneneinstrahlung die Moleküle deiner Haut vibrieren und somit Hitze erzeugen.

Solche mächtigen Phänomene machen dem Menschen häufig Angst. So erschien im Jahr 1979 eine Studie, die das Wohnen in der Nähe von Hochspannungsleitungen für Leukämie fördernd erklärte. Die dadurch ausgelösten Ängste über die Gefahren von elektromagnetischer Strahlung halten sich bis heute, obwohl die Studie schon kurze Zeit nach der Veröffentlichung widerlegt werden konnte! Bei Umfragen, in denen Menschen gefragt wurden, vor welchen Gefahren sie am meisten Angst hätten, gaben viele an, dass sie sensibel auf elektromagnetische Strahlung seien. Bei anderen Studien wurde angeblich noch weitaus Schlimmeres festgestellt: Bei Menschen, die häufig mit dem Handy telefonierten, traten häufig Hirntumore auf! Hierbei gibt es aber Fehler. Die Patienten wurden nämlich lediglich befragt, und bekanntlich sind die Gehirne von Menschen unzuverlässig. Haben sie beispielsweise bereits von solchen Studien gehört, können sie sich auch an mehr Handynutzung erinnern. Weiterhin gibt es vermeintliche Forscher, die sich nur die Studienergebnisse heraussuchen, die zum Beispiel gut zu einem schönen Skandal passen. So wurde vor ein paar Jahren zum Beispiel eine Studie veröffentlicht, in der angeblich bewiesen wurde, dass elektromagnetische Strahlung bei Mäusen krebserregend ist. Dort wurden aber nur eben solche Ergebnisse präsentiert. Über die vollkommen gesunden Mäuse wurde nicht gesprochen. So wird die allgemeine Angst immer wieder angeheizt.

Dass Röntgenstrahlung bei direkter Bestrahlung Erbgutschäden verursacht, ist tatsächlich bewiesen. Ob die leichte Strahlungsbelastung um uns herum aber wirklich schädlich oder sogar gefährlich ist, kann man noch nicht sagen. Die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, hat sie aber als eventuell gefährlich eingestuft, da man einfach Hinweise, aber noch keine genauen Daten darüber hat. Langzeitstudien, wie zum Beispiel die COSMOS Studie, laufen derzeit. Studien zu diesem komplexen Thema sind aufgrund einiger Gesetze und Regeln sehr schwierig. Man darf nämlich zum Beispiel keine Experimente am Menschen durchführen, wenn wir ausprobieren wollen, wie schädlich etwas ist, da wir den Menschen bewusst einer potentiellen Gefahr aussetzen. Anders ist es bei Medikamenten: Hier wollen wir ja ausprobieren, wie heilend etwas für einen Menschen ist.

Alles in allem dauert es also noch sicher ein paar Jahre, bis wir wissen, wie gefährlich elektromagnetische Strahlung ist. Und bis dahin werden wir davon mit Sicherheit, durch zum Beispiel den Ausbau des 5G Netzes, noch mehr davon haben.

Einige Firmen nutzen die Angst der Menschen aus. Im Internet kann man beispielsweise kleine Boxen mit angeblicher Schutzwirkungen kaufen. Wenn man genau hinsieht, kann man ganz unten an der Website dann meist folgendes lesen:

„* Wir sind aus rechtlichen Gründen verpflichtet, nachfolgende Erklärung abzugeben: Bitte beachten Sie, dass diese Erklärung sowohl für alle Aussagen auf dieser Webseite gilt, die in Textform bzw. Grafiken getätigt werden als auch für alle Aussagen in Videos, die auf dieser Webseite zu sehen sind. Bislang ist die Wirkung des Geräts noch nicht wissenschaftlich bzw. schulmedizinisch bestätigt worden. Die Erfahrungsberichte, sowohl in Text- und Bildform als auch die in Videos gezeigten, geben die Erfahrungen einzelner Anwender des Harmonisierers wieder. Es kann, aber muss nicht sein, dass Sie dieselben Erfahrungen machen. Die vorgestellten Testberichte von Heilpraktikern und Baubiologen, sowohl in Text- und Bildform als auch die in Videos gezeigten, geben die Testergebnisse wieder, die bei der Testung des Harmonisierers an Probanden gewonnen wurden. Es kann, aber muss nicht sein, dass diese Tests bei Ihnen vergleichbare Ergebnisse liefern. Bitte beachten Sie, dass der Harmonisierer kein Medizinprodukt ist, keine Heilung verspricht und einen Besuch bei Ihrem behandelnden Arzt in keinem Fall ersetzen kann!

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