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Ausgabe 54 PANORAMA

Mal was anderes – ein Blick über den Tellerrand

Nun ist mein zweiwöchiges Schülerpraktikum schon über zwei Jahre her, doch meine Erfahrungen sind weiterhin präsent.

In diesen zwei Wochen Praktikum erhält man nicht nur einen guten Einblick in das Arbeitsleben – vor allem wie auslaugend acht Stunden Arbeit sein können – sondern man lernt auch etwas über sich selbst dazu. So habe ich insgesamt durch mein Praktikum bei der Bank mehr über das Finanzwesen und Anlagemöglichkeiten erhalten, aber auch vor allem einen Einblick in den Umgang mit Kunden bekommen und wie individuell auf jeden Einzelnen eingegangen wird. Jedoch hat dieses Praktikum mich persönlich bereichert, indem ich sowohl mehr über meine Stärken und Schwächen als auch über meine berufliche Zukunft herausgefunden habe. So weiß ich beispielsweise, dass Geduld nicht zu meinen Stärken gehört, jedoch meine Fähigkeit, unter Stress zu funktionieren, recht ausgeprägt ist. Des Weiteren habe ich für mich mitnehmen können, dass ich unbedingt eine Arbeit in Kontakt mit Menschen ausüben möchte und eine Tätigkeit, die sich komplett im Büro abspielt, nicht für mich infrage kommt.
Jedoch reicht die knappe Zeit nicht aus, um wirklich ausgiebig einen Einblick in die verschiedenen Abteilungen zu erlangen. Beispielsweise bestand mein Praktikum zum großen Teil aus der Tätigkeit hinterm Schalter, Bereiche wie der Kundenservice oder die Kreditabteilung kamen zu kurz oder wurden komplett ausgeklammert. Insgesamt hat man dabei einen Einblick in die verschiedenen Bereiche für jeweils ein bis zwei Tage bekommen. Dadurch, dass die Zeit von zwei Wochen eben sehr knapp ist, konnte sich keine wirkliche Routine und daraus folgend auch kein richtiges Empfinden des Arbeitsalltags einstellen.
Abschließend würde ich ein Schülerpraktikum von zwei Wochen dennoch als Bereicherung ansehen, da man eben mehr über seine Ansprüche und Wünsche an den zukünftigen Beruf erfährt. Wie oben bereits näher erläutert, erfährt man mehr über sich als Person. Im Gegensatz dazu ist die Möglichkeit in der Schule stark begrenzt, da dort häufig die sozialen Fähigkeiten wenig Beachtung finden.  Zudem finde ich es schade, dass das Praktikum, wie für die SchülerInnen, die aktuell die zwölfte Klasse besuchen, weggefallen ist, da man sich häufig nach dem Abitur zu wenig Zeit für praktische Erfahrungen nimmt und sich stattdessen direkt ins Studium oder in eine Ausbildung stürzt.

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